Zukunft für Wolfsburgs Jugendliche


In diesem Projekt sollen jugendliche Nichtmelder im Alter von bis zu 25 Jahren aufgesucht, gezielt angesprochen, betreut und gecoacht und für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen aktiviert werden.

Viele Jugendliche haben sich aus der Berufswelt verabschiedet, bevor sie diese wirklich kennen gelernt haben. Sie fühlen sich ausgegrenzt und haben keinen „Bock“ mehr auf weitere Maßnahmen. Das Projekt „Zukunft für Wolfsburgs Jugendliche“ soll Jugendlichen in Wolfsburg eine neue Perspektive geben. Unser Ziel ist es über die Förderung persönlicher und sozialer Kompetenzen die Chancen auf die Arbeitsmarktintegration zu erhöhen.

Der Weg ist das Ziel. Arbeit.

1. Offenes Zugehen: Wir machen den Jugendlichen konkrete Hilfsangebote, um dadurch ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, persönliche Beziehung und Verlässlichkeit herzustellen. Ein Förder- und Hilfeplan wird erstellt.

2. Screening – und Aktivierungszeit: Wir suchen bei Bedarf die Jugendlichen persönlich zuhause auf, holen uns die Zustimmung und Unterstützung der Angehörigen, um interne Widerstände zu überwinden. Den Teilnehmern/innen soll klar werden, dass sie selbst für sich handeln, dabei aber auch Unterstützung auf ganz breiter Front erhalten. Von Anfang an werden die Eltern und das soziale Netzwerk in den von uns individuell aufgestellten Hilfeplan mit einbezogen. Wir frischen Arbeitstugenden auf und führen sie heran an reguläre betriebliche Arbeitszeiten. Die Verbindlichkeit aller Vereinbarungen ist uns wichtig, die im Rahmen eines „Vertrages“ geregelt werden.

3. Berufsorientierungsphase mit erlebnispädagogischem Projekt: Zur Berufsorientierung werden anhand unseres Visonscoachings berufliche Fachkenntnisse, Schlüsselqualifikationen etc. ermittelt und am Bedarf des Arbeitsmarktes gespiegelt. Es gibt folgende Qualifizierungsbausteine: * Deutsch (Rede und Schrift) evtl. Alphabetisierungskurs * mathematische Grundlagen * Bedeutung und Training sozialer Kompetenzen * Grundlagen der EDV * Bewerbungstraining Parallel bleibt über die gesamte Projektlaufzeit die sozialpädagogische Beratung und Betreuung durch unsere GSM- „Integrationslotsen“. Durch Betriebsbesuche werden Einblicke in Arbeitsabläufe und Tätigkeitsfelder gewonnen. Daran anschließend folgen Praktika oder Arbeitsgelegenheiten. Dafür nutzten wir unseren eigenen Arbeitgeberservice.

4. Vorbereitung und Vermittlung in die berufliche Praxis: Das Ziel ist hier, dass die Jugendlichen die Arbeitswelt in „Echtzeit“ erleben, also erfahren, was es heißt regelmäßig und zuverlässig einer Arbeit nachzugehen. Unsere „Integrationslotsen“ begleiten und unterstützen sie intensiv mit Besuchen direkt am Arbeitsplatz, organisiert zusätzliche Unterstützung, falls sich Probleme im Arbeitsprozess ergeben. Wenn nötig und gewollt bieten wir den Teilnehmern zusätzliche Qualifizierungsmöglichkeiten an. Einmal pro Woche findet der Reflexionstag bei GSM statt. Es erfolgt noch einmal ein expliziter Verweis auf die mit den Teilnehmenden geschlossenen „Verträge“, wonach mögliches Fehlverhalten nicht nur zu Sanktionen, wie Leistungskürzung oder Kündigung führen kann, sondern auch zum möglichen Ausschluss aus der Gruppe.

5. Reflexion des Praktikums/der Arbeitsgelegenheit: Unter Berücksichtigung notwendiger Veränderungen wird aus dem Förder- und dem Hilfeplan ein Integrationspass mit dem Jugendlichen abgestimmt und schriftlich fixiert. In diesen Integrationspass fließen die Ergebnisse, die durch die Bildung neuer Lernpartnerschaften und die damit einhergehende neue Reflexion der anfänglichen „Lebenslandschaft“.

6. Aufspaltung der Gruppen
Wir differenzieren nach folgenden Inhalten:
a) Arbeitsgelegenheiten mit Entgelt und
Qualifizierungsanteil
b) Nachholen des Hauptschulabschlusses
c) Beginn eines Ausbildungsverhältnisses
d) Einmündung in ein Arbeitsverhältnis